Montag, 18. Februar 2008
Joyeux anniversaire
Küsschen rechts, links, rechts, Erklärung, wer ich bin, lächeln und winken.
Nein, so schlimm war es nicht. Sie waren wirklich sehr nett, allerdings verstand ich sie so schlecht.
„Sie“ sind drei Grosseltern, die Tante und die Patin mit ihrem Mann. Sie sind gekommen, weil Gwennael am kommenden Mittwoch zwanzig Jahre alt wird, Samstag feierte man schon mal.
Der Künstlerpate hatte ihm ein wirklich schönes Bild in Aquarell gemalt, seine Frau hatte das Papier dafür hergestellt. Andere Geschenke waren Filme, die mehr oder weniger im Universum spielen, denn Gwennael interessiert sich sehr für Raumfahrt, das Weltall und alles, was dazu gehört.
Und genau aus diesem Grund schenkte ihm seine Familie eine Reise zum – aufgepasst! – Cape Canaveral, welches sich in Florida/USA befindet. In einem halben Jahr wird er mit seiner Schwester Déborah, die die Reise zu ihrem 18. Geburtstag bekommen wird, antreten.



Nach der Bescherung trank man noch ein bisschen Wein bzw. alkoholfreien Traubensaft, bis sich die Gesellschaft in den Autos eingefunden hatte. Nachdem wir den Ausgang des Parkhauses gefunden hatten, gingen wir ein kleines Stück, bis wir zu einem Restaurant gelangten. Dieses befand sich in einer Häuserzeile, war eher unscheinbar. Doch als ich eintrat, bemerkte ich, dass es ein nobles Haus war. Am Eingang wurden uns die Jacken abgenommen, dann wurde man zum Tisch geleitet. Dieser befand sich auf einer verglasten, sonnendurchfluteten Terrasse, von der aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Altstadt von Fribourg hatte. Ähnlich grandios wie die Sicht war auch das Essen.
Als Entrée gab es ein Stück Fisch, hergerichtet, wie man es sich vorstellt: Grosser Teller, in der Mitte ein bisschen Fisch, unter dem sich ein Löffel Gemüse befand, alles schön dekoriert. Für mich war das die richtige Portionengrösse, ich weiss nicht, wie die anderen dachten. Es folgte der Hauptgang, hauptsächlich aus Fleisch bestehend. Das Dessert war abermals hübsch serviert und stellte ein Kuchenstück in Herzform dar. Insgesamt war das Essen ein Gaumen- und Augenschmaus.
Nach einem kleinen Verdauungsgang durch die Nachbarschaft des Restaurants fuhren wir wieder nach Hause, um noch ein bisschen zu plaudern. Ich hatte jedoch keinen grossen Anteil am Gespräch, da ich mich schon sehr auf das Zuhören konzentrieren musste. Bald löste sich die Runde auf, wir räumten auf, assen noch ein wenig zu Abend und beschlossen, wo wir den Sonntag verbringen würden.

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